Altstadt Buchhandlung

Kategorien

Lesetips

Suche:
Erweiterte Suche »

Zu Gast in Essen   


Sr. Ursula Hertewich und Mirko Kussin: ZweiSichten – Gedanken über Gott und die Welt Adeo Verlag 20,00 €


„Tief in uns drinnen bewegen uns alle dieselben Ängste und Wünsche …“

Eine Ordensschwester aus einem katholischen Kloster und ein tätowierter PR-Redakteur, der Terminen nachjagt – was für ein Gegensatz! Erst auf den zweiten Blick bemerkt man: Schwester Ursula Hertewich ist alles andere als brav und Mirko Kussin nicht so abgebrüht, wie man zunächst vermuten mag. Und wenn beide über die großen Lebensthemen schreiben, wird deutlich: Der christliche Glaube muss weder trocken noch trostlos sein. Das beweist Schwester Ursula, die in der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen lebt, mit ihren gewitzten und zeitgemäßen Gedanken. Und auch der PR-Redakteur Mirko Kussin überrascht damit, dass ein Freigeist weder im Hedonismus noch in der Selbstoptimierung versumpfen muss.

„ZweiSichten“ zeigt, dass die beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten viel mehr verbindet, als auf den ersten Blick erkennbar ist. In ihren lesenswerten Episoden bricht das Autorenduo das allgemein verbreitete Schwarz-Weiß-Denken auf und schreibt vielschichtig über die großen Lebensthemen: Glaube – Zweifel – Heimat – Reichtum – Sex – Selbstverwirklichung. Dabei bleibt erstens kein Auge trocken. Und zweitens wird der Blick geweitet, so dass aus vorgefertigten Meinungen Weite, Toleranz und ein neues Gefühl der Gemeinsamkeit entsteht.

 

Lesung und Gespräch mit dem Autorenduo im Medienforum des Bistums Essen, Dienstag, 5. November, 19:30 Uhr

 

Jürgen Domian: Dämonen     Gütersloher Verlagshaus 17,99 €

"Die Stille und der Tod, das sind meine Themen"
Wer satt ist, will nicht mehr essen, wer lebenssatt ist, nicht weiter leben. Jürgen Domian, der Nacht-Talker — er hat mit Telefon und Kamerastativ eine neue Form entwickelt,
um Intimität und Öffentlichkeit zu vermitteln, das zutiefst Private und eine große Audience, und er hat Nacht für Nacht bewiesen, dass er die Waage halten, die Abgründe ahnen, die Grenzen markieren kann, über die hinaus kein Gespräch mehr weitergeht. Dieser vom Leben an die Ränder herangeführte Mann beschreibt einen, der es satt hat, das Leben. Der gesund ist, nicht depressiv, nicht gescheitert und nicht zermürbt, der einfach nur genug hat von allem. In einer Winternacht in Lappland will er, Hansen heißt er, sich nackt in den Schnee legen und, vom Leben ermüdet, einschlafen. Er bricht schon im Sommer auf, seinen Frieden zu suchen und findet ihn nicht, in die friedliche Stille hinein fahren die Dämonen, es sind seine eigenen, er hat sie genährt …


Lesung und Gespräch mit dem Autor  im Medienforum des Bistums Essen,  Mittwoch, 13. November 19.30 Uhr  


Stefan Weille,  Letzte Lieder    Edel Verlag 19,95 €

Sterbende erzählen von der Musik ihres Lebens

Zum Sterben schöne Musik und Lebensgeschichten aus dem Hospiz
Für das Werk führte der Autor deutschlandweit Gespräche mit Menschen am Lebensende. Dabei sprach er mit ihnen über das Leben, das Sterben – und über die Musik, die sie in ihrem Leben und an dessen Ende bewegt hat. Die Geschichten, die Weiller nach Motiven seiner Begegnungen im Hospiz aufschreibt, und die Lieder, die er mit seinen
Gesprächspartnern hört, zeugen von Lebensfreude, aber auch von der Angst vorm Sterben – und offenbaren, dass die letzte Lebensphase nicht immer nur Trauer, Stille und
Krankheit, sondern auch Zuversicht, Liebe und Menschlichkeit bedeutet.
Die WAZ sagt über die Letzten Lieder: „Eines der anrührendsten Bücher, das in den letzten Jahren über das Sterben geschrieben worden ist.“


Lesung und Gespräch im Medienforum des Bistums Essen, Mittwoch, 20. November, 19:30 Uhr 
 

 

Sophia Fritz: Gott hat mir nie das Du angeboten    Herder Verlag 18,00 €

„Brauchen Gott und ich eine Paartherapie?“
Ein Gott, der uns nie allein lässt, Wunder, ewige Liebe und Weltfrieden – Sophia Fritz führt eine Bucket-List mit Dingen, an die sie gerne glauben möchte. Doch das Leben kommt der jungen Autorin immer wieder dazwischen: Ihr Kinderglauben hat Risse bekommen, zerbrochene Beziehungen lassen sie an der Liebe zweifeln und wenn sie das Leid anderer Menschen in der U-Bahn sieht, wird sie oft wütend auf Gott. Antworten auf ihre Fragen sucht sie in der Bibel. Doch findet sie dort Antworten? Und wenn ja, welche? Ehrlich und authentisch schreibt sie darüber und weshalb sie an Weihnachten nie froh war, warum dafür Hiob ihr Leben bereichert und ihr Gott zwar nie das Du angeboten hat, sie aber trotzdem nicht loslässt. »Wenn Gott mein Handy wäre, würde ich öfters beten. Aber mein Drang lieber zum Handy als zu Gott zu greifen, ist alles andere als respektlos. Ich habe zu viel Respekt vor Gott, als dass ich ihn in dem Moment um Hilfe fragen würde.«

Lesung und Gespräch mit der Autorin im Medienforum des Bistums Essen, Dienstag, 26. November, 19:30 Uhr    

 

Unsere Leseempfehlung  

Dror Mishani, Drei     Diogenes Verlag  24,00 € 

Eigentlich darf man über dieses Buch nichts verraten, heißt es bei Diogenes, und dass es einen um den Schlaf bringt. Das macht neugierig und weckt Erwartungen. Was auf den ersten Seiten als unspektakuläre Geschichte daherkommt (Frau sucht Mann auf einem Dating-Portal für Geschiedene), entwickelt sich rasch zu einem rätselhaften Spiel aus Lügen und Verunsicherung. Eine zweite Frau sucht ein Zuhause und nach dem richtigen Weg. Was die dritte Frau sucht, ahnt der Leser schon bald, denn alle finden denselben Mann.

Unglaublich fesselnd, zwei schlaflose Nächte, Versprechen gehalten.

 

 

 


 


Zurück

Über uns...

Veranstaltungen

Die Buchhandlung

WortWechsel

Newsletter-Anmeldung

E-Mail-Adresse:

Verlage

Parse Time: 0.135s