Die Ernennung der Metropole Ruhr zur Kulturhauptstadt Europas 2010
hat den Blick für das vielfältige Angebot dieser kulturell oft
unterschätzten Region geschärft.
So repräsentiert die Orgel im Essener Münster die unerwartete
Vielfalt und Qualität von Orgeln aus verschiedenen Epochen, die das
Ruhrgebiet zu einer außergewöhnlichen Orgellandschaft machen. Speziell
aus der Romantik sind historische Instrumente erhalten, die der
damaligen Konjunktur von Kohle und Stahl zu verdanken sind. Und in den
letzten Jahrzehnten kamen neue Orgeln von beträchtlichem Format und
Anspruch hinzu.
Ein einführender Beitrag zur Orgellandschaft an der Ruhr eröffnet
diesen reich bebilderten Orgelführer. Darauf folgen Präsentationen von
rund 60 Orgeln in verschiedenen Städten. Beschrieben werden Instrumente
in katholischen und evangelischen Kirchen sowie solche, die sich in
weltlichen Räumen befinden, beispielsweise im Audimax der Bochumer
Universität.
Zudem enthält das Buch ein „Orgel-ABC“ im Anhang sowie eine
Übersichtskarte, auf der sämtliche beschriebenen Orgeln eingezeichnet
sind.
Für die anlässlich der RUHR.2010 geplante ökumenische
Orgel-Konzertreihe mit 150 Einzelkonzerten bietet sich dieser besondere
Kulturführer somit als perfekte Begleitlektüre an.
(Bachem Verlag; 39,90 ¤)
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Essen, Kulturhauptstadt Europa 2010,
bewahrt einen Schatz romanischer Kirchen, die Gegenstand dieses
Kunstführers sind: die ehem. hochadelige Frauenstiftskirche SS. Cosmas
und Damian - heute Dom des Bistums Essen, das Prämonstratenser- und
spätere Frauenstift SS. Maria und Nikolaus in Essen-Stoppenberg sowie
die frühere Benediktinerabteikirche St. Ludgerus und die Pfarrkirche
St. Luzius in Essen-Werden.
Vorgestellt
wird eine zusammengehörige Gruppe hochmittelalterlicher Sakralbauten
gleichermaßen nach Gesichtspunkten der Architektur- wie der
Liturgiegeschichte. Das Ziel besteht darin, schlüssige
Funktionsbeschreibungen für ihre komplizierten Raumgefüge mit einer
historisch gewachsenen Fülle von hochrangigen Kunstwerken und
liturgischem Mobiliar anzubieten, die auf den ursprünglichen
Entstehungsbedingungen und früheren Nutzungen basieren.
Unterschiedliche Kultschwerpunkte und Teilnahmeformen an
gottesdienstlichen Handlungen mit jeweiligem Platzbedarf, Zugangs- und
Absonderungsmöglichkeiten stehen dem Leser in eigens entwickelten, mit
farbigen Markierungen versehenen Planzeichnungen und anschaulicher
Bebilderung vor Augen. Damit wird eine aktive Spurensuche vor Ort
angeregt. Erstmalige vergleichende Analyse der hochmittelalterlichen
Sakralbauten auf Essener Stadtgebiet nach kunst- und liturgiegeschichtlichen Gesichtspunkten.
Allgemeinverständliche Veranschaulichung durch eigens entwickelte Planschemata. (Schnell & Steiner; 12,90 ¤)
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NEIN! ICH WILL KEINEN SENIORENTELLER!
Das Tagebuch der Marie Sharp!
Marie Sharp, das Alter Ego der Journalistin Virginia Ironside, ist zu jung,
um einen Treppenlift zu benutzen, aber doch reif genug, um den Vorteil bequemer
Schuhe zu schätzen. Sie geht gern auf Beerdigungen, die sie viel unterhaltsamer
findet als Hochzeiten, sie tauscht den Gynäkologen gegen einen Chiropraktiker,
liest begeistert Todesanzeigen und fragt sich, ob sie wohl an Alzheimer
erkranken wird. Denn Marie Sharp wird langsam alt - und ist verdammt froh
darüber. Als ihr sechzigster Geburtstag näher rückt, beschließt Marie, ein
Tagebuch zu beginnen und all die Ereignisse der nächsten Monate festzuhalten.
Es wird ein turbulentes Jahr, in dessen Verlauf Marie Großmutter wird, aber
auch ihren besten Freund verliert; ein Jahr, in dem sie Feste feiert, neue
Bekanntschaften schließt und sich schließlich erneut in ihren Jugendschwarm
Archie verliebt. Vor allem aber ist es eine Zeit, in der sie es genießt,
endlich nicht mehr jung sein zu müssen...
Ein wunderbares Lesevergnügen für
alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind. (Goldmann; 8,95 Euro)