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Prüft alles, behaltet das Gute

Prüft alles, behaltet das Gute
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Titel: Prüft alles, behaltet das Gute
Autor: Georg Schwikart
Verlag: Herder
ISBN: 9783451328091

19,99 EUR

inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Lieferzeit: 3-4 Tage


Gebunden

224 Seiten

Herder, 2015

Immer mehr Menschen wollen ihren Glauben intensiv leben, ohne in ein veraltetes konfessionelles Korsett eingeschnürt zu sein, das keine Luft zum spirituellen Atmen lässt. In einer globalisierten Welt werden nicht nur Waren ausgetauscht, sondern auch Überzeugungen, reisen nicht nur Touristen umher, sondern auch religiöse Traditionen. Auf diese Weise entsteht aus Kontakt Interesse und aus Interesse entsteht Faszination: Viele Menschen wollen deshalb andere Religionen und Traditionen nicht nur tolerieren, sondern sich davon bereichern lassen und sie in den eigenen Alltag einbeziehen. Das geht weit hinaus über Oberflächlichkeiten wie Buddha-Statuen im Vorgarten und eine Menora im Flur und drückt ein echtes inneres Bedürfnis, eine religiöse Sehnsucht aus. Von konservativen Kreisen wird dieser Trend oft als "Synkretismus" oder "Patchwork-Religion" verunglimpft und als Gefahr für die traditionellen Religionen gebrandmarkt. Es ist eine innere Abwehrhaltung gegen alles, was von draußen kommt und vielleicht erst einmal fremd ist - ein Schutzmechanismus, den man auch aus anderen Zusammenhängen kennt.
Autor Georg Schwikart greift den Begriff des Synkretismus auf, deutet ihn aber ganz anders. Positiver und vor allem als etwas, was nicht fremd ist und schon gar nicht von außen kommt, im Gegenteil: In seinem Buch beschreibt er auf anschauliche Weise, dass das Christentum sogar so entstanden und zugrundeliegende Gedanke tief verankert, ja sogar in der DNA des Christentum ist. Von dieser Analyse aus entwickelt Schwikart auf unterhaltende und zugleich tiefgründige Art seine Idee von einem persönlichen Glaubensleben, das sich nicht gegen Einflüsse anderer Religionen und Traditionen abschirmt, sondern sie im Gegenteil aufnimmt, integriert und auf diese Weise an Breite gewinnt, ohne die Tiefe zu verlieren. Der Autor sind dabei nicht das Klagelied der Relativierung, sondern das Loblied der Reflexion.
Intellektuell anspruchsvoll, aber nicht kompliziert, sondern mitreißend geschrieben ist dieses Buch deshalb ein starkes Plädoyer und eine tiefe Inspiration für alle, die ihren Glauben selbst entdecken und sich dabei nicht durch vorgefertigte Meinungen einschränken lassen wollen. Der persönliche Glaube ist am Ende immer auch eine persönliche Entscheidung. Das Buch zeigt viele verschiedene Wege auf zu dieser Entscheidung und ermutigt dazu, diesen Weg zu gehen. Ein Weg, an dessen Ende nichts anderes steht, als das Ziel jedes spirituellen und religiösen Menschen: ein freier und authentischer Glaube.

Diesen Artikel haben wir am Wednesday, 27. May 2015 in unseren Katalog aufgenommen.

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